Bei Kreatin handelt es sich um eine körpereigene Substanz die im Körper teilweise selbst gebildet wird. Es wird außerdem über die Nahrung aufgenommen und kommt vor allem in Fleisch und Fisch vor.
Der Körper benötigt diesen Stoff vorwiegend, für die Herz- und Skelettmuskulatur, aber auch im Gehirn, im Auge, den Immunzellen und in wachsenden Knochen- und Knorpel-Zellen.
Es ermöglicht den Muskelzellen, den ATP-Speicher (der für die Energieversorgung des Muskels verantwortlich ist) in der Muskulatur schneller zu regenerieren.
Durch die zusätzliche Einnahme von Kreatin, ist es möglich, schneller, härter und mit mehr Gewicht zu trainieren und dadurch schneller, mehr Muskulatur aufzubauen, als ohne zusätzliche Einnahme des Stoffes.
Die Wirkung ist inzwischen durch diverse Studien belegt. Kreatin wirkt leistungsfördernd durch die weniger schnell eintretende Ermüdung als auch durch eine schnellere Wiederherstellung der Kräfte.
Kreatin steht - entgegen dem Wunsch von Ulrich Haas (Vorsitzender der deutschen Anti-Doping-Kommission) - nicht auf der Dopingliste und so geben Spitzensportler wie Schwimmerin Franziska van Almsick und Skirennläuferin Katja Seizinger offen zu, Kreatin einzunehmen. Auf 70 - 80% schätzen Experten die Zahl der Schnellraftsportler, die ein Kreatin-Präperat zu sich nehmen. In den USA sind es 44% aller Schüler zwischen 10 und 18 Jahren und bei den amerikanischen Schülern über 18 Jahren, sind es fast 50%.
Wenn ein entsprechendes Präperat zusätzlich eingenommen wird, reduziert der Körper die eigene Produktion entsprechend. Insbesondere ist bei der Einnahme der Präperate auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung zu achten, um einer Nierenschädigung vorzubeugen. Außerdem sollte man die 3-Phasen-Supplementierung beachten, die aus einer Ladephase, einer Erhaltungsphase und aus einer Absetzphase besteht.