L-Carnitin als Schlankheitsmittel? Häufig wird damit geworben, aber hilft es wirklich? Da gehen die Meinungen der Wissenschaftler stark auseinander. Während einige von einer zusätzlichen Einnahme von L-Carnitin während einer Abnehmphase reden, sind andere strikt dagegen. In diesem Falle nimmt man an, dass genügend L-Carnitin über die Nahrung aufgenommen bzw. vom Körper selbst produziert wird.
Was aber ist L-Carnitin überhaupt? Es handelt sich um eine chemische Verbindung, welche jedoch nicht erst künstlich hergestellt werden muss. Wie bereits erwähnt, können wir L-Carnitin über die Nahrung aufnehmen, was also heißt, dass dies ein völlig natürlicher Stoff ist.
Besonders in Lamm- und Schaffleisch ist es enthalten, das allerdings ist nicht jedermanns Sache. Auch andere Fleischsorten enthalten L-Carnitin, wenn auch in nicht so hohen Mengen. Diese Menge ist aber in der Regel völlig ausreichend.
Ein Großteil der Menschen isst jedoch keinerlei Fleisch, hier wird es mit der Aufnahme natürlich schon schwieriger. Vegetarier nehmen gerade mal 2 bis 10 mg am Tag auf, was recht wenig ist. Eine Person die Fleisch ist, nimmt im Gegensatz dazu ungefähr 100 bis 300 mg auf. Aber auch hier müssen sich Vegetarier keine Sorgen machen. Wenn sie auf eine ausreichende Aufnahme von Eisen, Niacin, Vitamin B6 und C achten, dann kann der restliche Bedarf mithilfe von Synthese gedeckt werden.
Nun die Frage mit dem Schlankheitsmittel. L-Carnitin regt den Stoffwechsel und somit die Fettverbrennung an.
Das bedeutet also, es beschleunigt das Abnehmen. Das klingt schon mal gut. Im Zusammenhang mit Sport könnte man also schneller abnehmen. Unter Umständen kann eine zusätzliche Einnahme von L-Carnitin empfohlen werden, dies sollte jedoch mit einem Arzt abgesprochen werden. Ein gesunder Mensch benötigt solch ein Ergänzungsmittel jedoch nicht.
Ganz anders Dialyse Patienten. Hier wird L-Carnitin regelrecht mit aus dem Blut gewaschen, da es wasserlöslich ist. In dem Falle wird eine zusätzliche Einnahme, oftmals intravenös, notwendig.