Björn Staschen macht es vor: 650
Kilometer durch England mit einem Klapprad, oft auch als Falt- oder
Plissee Rad bezeichnet. Doch eignen sich diese Fahrräder wirklich
für solch ausgedehnte Touren? Ein Faltrad ist nicht gleich ein Faltrad, denn auch hier
gibt es Unterschiede in der Qualität. Vom günstigen Rad bis hin zum
hochwertigen ist das Angebot auf dem Markt vielfältig. Meist zählt
so ein Rad als Hobby, für den Alltag oder als praktische Hilfe beim
Pendeln. Denn solch kompakte Fahrräder ermöglichen die einfache
Mitnahme. Dadurch werden die Räder auch meistens von Seglern oder
Campern gekauft. Sogar die Deutsche Bahn sieht Falträder nicht als
Rad, sondern als Handgepäck an. Also ist es durchaus möglich, mit
Falträdern durchs Land zu ziehen, denn qualitativ hochwertige Räder
verfügen meist auch über tolle Extras wie beispielsweise
Vollfederung oder Gangschaltung, wodurch auch das Radeln bergaufwärts
wesentlich leichter fällt. Allerdings kann eine Fahrradtour durchaus
mehrere Tage oder gar Wochen in Anspruch nehmen. Das kommt natürlich
ganz auf die Länge der Strecke an.
Schneller geht es dagegen
mit einem Elektrofahrrad aus dem Bike House. Doch auch
hier gibt es Unterschiede. Es gibt diese Räder als Fahrrad mit
limitierter Tretunterstützung, bei welchen der Elektromotor das
Treten der Pedale unterstützt und somit erst dann angeht, wenn der
Radler in die Pedale tritt. Dieser Motor hat eine Leistung von 250W
und schaltet sich automatisch aus, wenn 25km/h überschritten werden.
Fahrräder mit unlimitierter Tretunterstützung haben eine
uneingeschränkte Tretunterstützung, allerdings sind sie
versicherungspflichtig, und der Fahrer benötigt einen
Mofa-Führerschein. 35 bis 45 km/h sind mit diesem Rad auf gerader
Strecke möglich. Eine andere Sorte Elektrofahrrad, stellt das
Zweirad mit Elektroantrieb dar. Diese dürfen maximal 45km/h schnell
sein und gelten schon als Kleinkraftrad.
Schafft das Rad mehr als 45km/h, zählt es als Motorrad. Mit einem
500 W Motor schafft man es bis auf maximal 20km/h. Um so ein Rad
fahren zu dürfen, benötigt man zwar keinen Helm, dafür jedoch ein
Versicherungskennzeichen und eine Betriebserlaubnis. Mit einem
Elektrofahrrad lässt es sich also sicher bequemer durchs Land radeln
als mit einem Faltrad.