Die Primera Division ist in Europa und wohl auf der ganzen Welt eine der stärksten Profiligen überhaupt. Die beiden großen Teams, gespickt mit internationalen Weltstars, FC Barcelona und Real Madrid, setzen auch in der Champions League immer wieder wertvolle Akzente und können nicht selten die ganz großen Trophäen gewinnen.
Doch spätestens seit dem Beginn der Saison 2011/2012 sieht die Welt die La Liga wieder ein kleines bisschen anders. Aufgrund der enormen Schuldenlasten vieler großer Vereine der Primera Division und der Segunda Division konnten viele Spieler nicht bezahlt werden und warteten teils seit Monaten auf ihr Gehalt. Nicht jeder Profi ist ein absoluter Star und bekommt im Jahr Millionenbeträge für die fußballerischen Leistungen. Viele Spieler haben mit ihrem regelmäßigen Gehalt die Familie zu ernähren und Rechnungen zu begleichen, für Luxusgüter bleibt meist wenig Geld übrig. Aus Solidarität hatte sich die Spielergewerkschaft für die Kicker mit ausstehenden Gehaltszahlungen eingesetzt, der erste Spieltag der neuen Saison wurde bestreikt.
Das Problem in der Primera Division liegt im Gesetz des Insolvenzverfahrens. Eigentlich sollten Clubs, die ihre Schulden nicht mehr begleichen können und deren Schuldenberg einfach zu hoch ist, zum Zwangsabstieg gezwungen werden. Allerdings gilt dies nicht, wenn sich das Team in einem Insolvenzverfahren befindet, um dem Verein keine Chancen zu nehmen, mit sportlichem Erfolg die Schulden wieder abzubauen. Dies verleitet die meisten Teams zum erneuten Aufnehmen neuer Kredite, um bessere und neue Spieler zu kaufen und sich für die nächste Saison zu verstärken. Der sportliche Erfolg soll wiederum Eingänge höherer Geldbeträge zur Folge haben. Allerdings wird diese Finanzpolitik von vielen Clubs betrieben, sodass meist nur die Teams mit sehr hohem finanziellen Aufwand wirklich erfolgreich werden. Die übrigen Vereine versinken im Schuldensumpf und müssen teils Jahre später unter den finanziellen Fehlleistungen früherer Clubführungen leiden.
Nicht im Schuldensumpf versinken tun
hingegen große Sporthersteller, welche mit Sportausrüstung wie
Fußbällen oder Sportbekleidung Millionen umsetzen. Insbesondere
Dauerbrenner wie Tango 12 - der EM-Fußball 2012 verhelfen den
Konzernen zu großen Überschüssen.