Der Bodenbelag für Sportstätten oder eine Sportveranstaltung ist eine Wissenschaft für sich. Bei der Auswahl des Belags müssen viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden: Es gilt, die richtige Oberfläche für die entsprechende Sportart zu wählen sowie den passenden Unterbau. Weiterhin zu kalkulieren sind der Unterhalt des Bodens, die Reinigungsmöglichkeiten, die Montage, die Wiederaufnahme und nicht zuletzt das Erscheinungsbild. Aus Kostengründen geht der Trend in Richtung Multifunktionsplätzen. Viele Sportanlagenbetreiber und Sportvereine fordern zunehmend universelle Sportböden für möglichst viele Sportarten. Wie in allen Bereichen ist auch hier Flexibilität gefragter als je zuvor. Ein universeller Sportplatz muss wetterfest sein, eine schnelle Abtrocknung nach Regen ermöglichen, Pfützenbildung vermeiden und gleichzeitig in Indoorsportanlagen einsetzbar sein. Er sollte auch Rollsportarten zu ihrem Recht verhelfen und sogar für Kufen geeignet sein, um in Umkleideräumen und den Zuwegen von Eishockeyspielern und Eiskunstläufern genutzt werden zu können.
Neben den Universallösungen für Sportstätten existieren natürlich auch spezielle Sportböden. Für den Gymnastikbereich und Therapieräume eignen sich beispielsweise punktelastische Sportbodensysteme. Sie bestehen meist aus einer Elastikmatte aus Gummigranulat, für die Nutzschicht eignen sich hier Linoleumbeläge oder PU-Beschichtungen.
Daneben existieren flächenelastische Systeme, dies können beispielsweise auch Holzschwingböden sein, sowie mischelastische Sportböden. Letztere realisieren eine Kombination aus einem flächen- und punktelastischen Sportbodensystem. Auch hier werden als Nutzschicht häufig Linoleumbeläge und PU-Beschichtungen verwendet. Auch Parkett ist eine beliebte Form des Sportbodens, verbreitet in Sporthallen, sprich dem Indoorbereich. Holz ist ein wasserbindender Stoff, sodass ein Parkettboden raumklimaregulierend wirkt. Vorteilhaft ist zudem die geschlossene Oberfläche eines Parketts – der Boden ist hygienisch und pflegeleicht. Insgesamt sollten Sportböden höchsten Anforderungen genügen. Sie müssen Sprünge abfedern, die Gelenke schonen, aber auch Schlag-, Druck- und Scherkräften standhalten. Ein guter Sportboden ist die Grundlage für Höchstleistungen, an prominenten Sportstätten verlegt die Basis für begehrte Goldmedaillen und Weltrekorde.